Bei der Gedenkveranstaltung im April 2026 am Klinkerwerk, einem Außenlager des ehemaligen KZ Sachsenhausen, haben wir zum 81. Jahrestag der Befreiung an die Häftlinge erinnert, die dort unter extremen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten.
Der Ort an der Lehnitzschleuse war als „Todeslager“ gefürchtet, denn die SS nutzte ihn für gezielte Mordaktionen.
Das Leiden der Männer machen vor allem die Zeitzeugenberichte deutlich, aus denen unsere Schülerinnen und Schüler vorgelesen haben.
So schreibt etwa der Überlebende Emil Büge:
„Jeder Häftling nimmt lieber jedes beliebige andere Arbeitskommando an, als zum Klinker, dem Großziegelwerk Oranienburg, zu kommen. […] Der Klinker hat einfach deswegen einen schlechten Ruf bei den Häftlingen, weil deren Verschleiß dort so enorm groß ist. Einige Kommandos scheinen sogar einen gewissen Ehrgeiz zu besitzen, eine Höchstzahl an Todesfällen aufweisen zu können […] Da die Häftlinge ja in unbeschränkter Zahl zur Verfügung stehen und so wahnsinnig billig sind […] so macht es gar nichts aus, ob es heute nur drei oder morgen dreißig Tote gibt, ja, schließlich wird der Klinker sogar zu einer regelrechten Hinrichtungsstätte.“
Das Schicksal der Opfer werden wir nicht vergessen.





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